Norwegische Aussichten - maigret.de / Leonardo AI
Richter Froget - maigret.de/LeonardoAI
Benjamin Wainwright als Maigret – Credits: Masterpiece
Krokus - (c) _Alicja_ (Lizenz)
Zur Kenntnis genommenNeuigkeiten
Zu den guten Simenon-Nachrichten in diesem Jahr gehört, dass wir einen neuen Simenon in deutscher Sprache »geschenkt« bekommen haben. Mit Richter Froget dürfen wir eine neue Figur aus dem Simenon-Universum kennenlernen. Diese Geschichten hatte Simenon zum allergrößten Teil als »Georges Sim« veröffentlicht, heißt also unter Pseudonym.
Ein paar Jahrzehnte ist es her, dass sich ein deutscher Verlag gewagt hat, einen Comic auf Basis einer Simenon-Geschichte herauszubringen. Nun wäre es leicht, sich bei einem solchen Unterfangen dem Kommissar zu widmen. So wie es in den 1990er-Jahren passierte. Aber stattdessen betritt der Carlsen-Verlag mit einem Roman Dur die Simenon-Comic-Bühne.
Denkt man an Simenon, so hat man sofort Maigret im Kopf. Aber Maigret war nicht der einzige Polizist (Ermittler), der der Feder Simenons entsprungen ist. Der kleine Doktor hat es in eine Fernsehserie geschafft und auch den Anderen sollte man eine Chance geben.
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Freunde der frühen Reportagen von Simenon, die sich schon auf den angekündigten Band »Vom Wasser aus« im Mai gefreut haben, müssen sich einen Monat länger gedulden. Wie der Webseite des Kampa-Verlages zu entnehmen ist, ist die Veröffentlichung nun für die 12. Juni diesen Jahres geplant. Für Leute, die meinen sie hätten ein Déjà-vu: Jau, eine Verschiebung wurde erst kurz zuvor gemeldet.
DER SPIEGEL hat einen Literaturkanon veröffentlicht. In diesem sind die hundert besten und bedeutendsten Romane veröffentlicht. Erfreulicherweise ist auch Simenon in dieser Liste der wichtigen Werke vertreten. Wie schon in der Edition der Süddeutschen Zeitung vor ein paar Jahren wurde auch diesmal der Roman »Der Mann, der den Zügen nachsah« (entstanden 1937) ausgewählt.
Nun ist es nicht so, dass sich Simenon in seinen autobiografischen Schriften sehr ausführlich über seine Beziehung zu Josephine Baker geäußert hätte. Andererseits kann man nicht sagen, dass es die Baker anders gehandhabt hätte. In ihrer Autobiografie »Ausgerechnet Bananen« hat sie für das Abenteuer »Simenon« auch nur einen Absatz über – aber der bestätigt die Worte Simenons.
Warum, fragt man sich als Simenon-Kenner, haben die Journalist:innen diesen Elfmeter nicht verwandelt? In einer »Match«-Ausgabe waren sowohl Josephine Baker als auch Simenon vertreten – ohne Verbindung zueinander. Beide hatten zahlreiche Kontakte zu prominenten Zeitgenossen, genug Schreibstoff also. Zudem lag bei Simenon ein dominierendes Thema vor. Bei Baker ebenso.
Das Wort »heute« scheint nicht mehr angebracht zu sein, denn das in einem Artikel gefundene »heute« fand im Jahre 1982 statt. Und die Rubrikenüberschrift lautet »Abenteuer heute«. Westermanns Monatshefte beschäftigte sich mit dem Thema Abenteuer und die Zeitschrift hatte dazu Reisende, Schriftsteller und Forscher befragt. Wobei »befragt« wohl ein großes Wort ist. Eher nachgeschlagen.
Können Sie sich noch an die ersten Beiträge dieser Rubrik erinnern? Die waren sehr kurz. Irgendwie wurden sie immer länger. Ich finde es interessant, dass aus dem Kapitel, in dem Simenon die Zeit beschreibt, in der er fünfzig Jahre alt wurde und Marie-Jo zur Welt kam, hier auch sehr kurz abgehandelt werden wird. So aufregend es für ihn war, es gibt nicht viel aus dem Kapitel zu berichten.
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Vielleicht verschmolzen die beiden Figuren hin und wieder, die reale und die erschaffene. So lautet der Titel einer Biografie auch »Der Mann, der nicht Maigret war ...« Lassen Sie sich auf diesen Seiten in die Welt der beiden entführen.
Kommissar Maigret ist unvergleichlich: Brummig und liebenswert menschlich. Häufig lässt er seine Umgebung im Unklaren darüber, was er denkt. Wir sind nicht so, hier erfahren Sie mehr.
Wie war das eigentlich mit der Entstehung der Maigrets - eine gescheite Idee zur richtigen Stunde oder eine Entwicklung? Hier finden Sie die Antworten darauf und es wird beleuchtet, wie es weiter ging.
Vergessen Sie Maigret! Entdecken Sie die armen Leute mit ihren Ängsten oder wohlsituierte Bürger, die durch Banalitäten aus der Bahn geworfen werden. Reisen Sie in die andere Simenon-Welt...
1903 geboren, 1989 gestorben, Schriftsteller aus Belgien, Verfasser der berühmten Maigret-Romane. Wer mehr über Georges Simenon erfahren möchte, der kann in dieser Rubrik fündig werden.
Blickpunkte
Im Sommer 2017 gab es einen Paukenschlag: Daniel Kampa verriet, dass er die deutschsprachigen Ausgaben des Werkes von Simenon künftig in seinem Verlag erscheinen werden. Mit dem Herbstprogramm 2018 startete der neue Verlag, Simenon mittendrin. Hier wird das Vorhaben begleitet.
Der Atlantik-Verlag segelt unter dem Motto, moderner zu sein, als der Mutter-Verlag Hoffmann und Campe. Hier erschienen die zuvor bei Kampa erschienenen Titel als Taschenbuch. Diese hoben sich vom konservativen Design der Hardcover deutlich ab. Zur Zeit gönnen sich die Hamburger eine Simenon-Pause.
Im Herbst 2018 war es soweit: Nach über 35 Jahren erschienen die »Intimen Memoiren« erneut, der große Erinnerungsband Simenons, das letzte große Werk. Da es einen Widerhall auf diesen Seiten nur indirekt über Simenons Biographen gegeben hat, ist es Zeit, das Werk näher zu betrachten. Kapitel für Kapitel.
Portale
Das von Simenon geschaffene Werk scheint ziemlich unübersichtlich. Auf dieser Seite wurde sich die Mühe gemacht, das (deutschsprachige) Werk zu ordnen und einzusortieren. Sie erhalten auf der Portal-Seite einen Überblick über die verschiedenen Verlage und Ausgaben.
Mit dem Beginn der 1930er-Jahre begannen sich Filmemacher (und Produzenten) für den Stoff von Simenon zu interessieren. Immer wieder werden die Stories für die große Leinwand adaptiert. In diesem Portal finden Sie Beiträge und Nachrichten zu diesem Thema.
Unzählige der heutigen Maigret-Freunde wurden über die Flimmerkiste infiziert. Die ersten Maigret-Verfilmungen gab es in den 1960er Jahren im Fernsehen zu sehen. Bis heute sind sowohl die Maigret-Romane wie auch die »Roman dur« beliebtes Ausgangsmaterial für neue Serien.
Wem abends die Augen zufallen, der hat genauso eine Alternative wie diejenigen, die lange Bahn- und Autofahrten unterhaltsam gestalten wollen: Hörspiele und -bücher. Wer dabei mit Stoffen von Georges Simenon versorgt sein möchte, dem mangelt es nicht an Stoff.
Simenon – Romane und Maigret? Damit wird man dem Werk des Schriftstellers nicht gerecht. Gerade in jungen Jahren hatte Simenon eine ausgeprägte journalistische Ader und veröffentliche eine ganze Reihe von Reportagen samt Fotografien in Zeitschriften.
Handlungen ohne Personen sind langweilig. Und ohne Straßen und Orte auch. Deshalb werden diese von Schriftsteller:innen verwendet. Für uns Leser:innen ist es manchmal schwierig, den Überblick zu behalten. Hier gibt es einen Ort, der vielleicht Hilfe verspricht.
Verortet
Sie planen eine Reise nach Paris und wollen kleine Umwege machen, um ein wenig auf den Spuren von Maigret zu wandeln? Der Artikel »Tatorte« dürfte schon weiter helfen. In diesem Artikel bekommen Sie weitere Tipps, was bei der Maigret-Reise nach Paris zu beachten ist.
Paris, die Heimstatt des Kommissars. Die meisten Tatorte der Geschichten befinden sich hier. Auf der Karte bekommen Sie einen Überblick, an welche Tatorte der Kommissar in der französischen Metropole gerufen wurde. Nehmen Sie sich die Zeit, die Stadt zu entdecken.
Gerade in den Anfangsjahren hatte Maigret weniger in der Pariser Metropol-Region zu tun, sondern wurde oft zu Einsätzen außerhalb gerufen oder geriet unvermittelt in Kriminalfälle, die sich dort abspielten. Auch das ist eine Art, wie man sich Frankreich nähern kann.
Ganz gewiss wird Maigret auch hin und wieder in einen Stadtplan geschaut haben, schließlich war die Stadt schon damals riesig und er war nicht nur in den bekanntesten Ecken der Hauptstadt unterwegs. Hier finden Sie Scans und den Index aus einer Karte um 1914.
Gerade wer sich mit Simenon-Biografien befasst hat oder das autobiografische Werk Simenons gelesen hat, möchte sich vielleicht seine Lütticher Stationen anschauen. Das ist kinderleicht. Zum einen, weil die Strecke gut ausgezeichnet ist und leicht zu begehen ist.
Wer wissen will, wie es in Lüttich zur Zeit von Simenons Jugend aussah, der muss sich alte Postkarten und Karten betrachten. Letzteres kann hier Betracht werden: Vieles hat sich seit dem Anfang des letzten Jahrhunderts geändert – neue Straßen, neue Viertel.
Statistik
Simenons Ziel war es am Anfang, seine Geschichten in Zeitungen und Zeitschriften zu platzieren. Auch nachdem er einen gewissen Erfolg als »richtiger Schriftsteller« erlangt hatte, ließ er seine Romane in diesen drucken. Jetzt aber als exklusive Vorabveröffentlichungen. Wie entwickelte sich das Business? Ein Blick auf die Zahlen ...
Da hat jeder Autor seine eigenen Weg: Seinem Werk einen Titel geben. Simenon hatte den Passenden für seine Romane oft nicht mit dem ersten Wurf. Hin und wieder sogar nicht mit dem zweiten. Wie oft da vorgekommen ist, lässt sich anhand dieser Statistik nachvollziehen. Die Arbeitstitel sind übrigens in den Werkbeschreibungen notiert.
Lässt sich sagen, in welchem Monat Simenon über die Jahre wirklich produktiv gewesen war und in welchem eher faul gewesen? Erstaunlicherweise ist das Bild, das sich zeigt sehr ausgewogen. Allerdings mit deutlichen Spitzen und auch Tiefen. Gezeigt wird in der Grafik die Gesamtanzahl sowie die Anzahl der Maigrets und Romans Durs.