Es sind merkwürdige Zeiten. So mancher versucht, komplizierte Sachverhalte mit schlichten Erklärungsmustern zu ergründen. Da gibt es keine Scheu, fundierte und belegbare wissenschaftliche Erkenntnisse mit hirnrissigen Verschwörungstheorien zu kontern. Die Ausländer sind an allem Schuld, vermutlich weil sie sich haben impfen lassen und nicht an die flache Erde glauben. Was läuft denn da schief?
Wer mal wieder Simenon-Geschichten vorgelesen bekommen möchte, wird im Herbst voll auf seine Kosten kommen. Ende Oktober bringt Der Audio-Verlag (DAV) zwölf Maigret-Geschichten heraus, die allesamt von Walter Kreye gelesen werden. Als hätte man mit den 33 CDs nicht schon genügend zu tun, gesellen sich noch einmal 21 Compact Discs mit Non-Maigret-Stoff dazu. Spielt da die 2-CD-Zugabe biographischer Natur noch eine Rolle?
Nennen wir es mal eine Vermutung: Die Wahrscheinlichkeit, dass Rowan Atkinson es als Maigret-Darsteller auf vier Seiten in eine aktuelle »Bravo« schafft, ist sehr gering. Die Wette würde ich auch für drei seiner Vorgänger halten: Weder Bruno Cremer noch Michael Gambon noch Jean Richard wurde eine solche Ehre zuteil. Das hat nur Rupert Davies geschafft. Danach ebbte das große jugendliche Interesse an Maigret schnell ab.
Es ist mehr eine Bestätigung denn eine Neuigkeit: Die Taschenbuch-Ausgaben der Maigret-Romane erscheinen in Zukunft im Hamburger Hoffmann & Campe-Verlag. Unter den deutschen Verlagen gilt der Hamburger Verlag als Institution – 1781 gegründet, war er in seiner Frühzeit die Heimat von Autoren wie zum Beispiel Heinrich Heine, später dann von Siegfried Lenz und seit jüngerer Zeit auch dem alten Diogenes-Autoren Eric Ambler.
Über das Internet bekommt man recht schnell heraus, was an Filmen so in der Pipeline ist. Schon weit im voraus konnte man lesen, welche Maigrets im Jahr 2017 zu sehen sein werden. Für das Jahr 2018 steht bei IMDb für den Hauptdarsteller Rowan Atkinson nichts, was auf einen neue Maigret-Filme hindeuten würde. Man kann sich wohl auf einem neuen Johnny-English-Film freuen. Spätestens bis Ostern sollten wir mehr wissen.
Die letzte Bibliographie der deutschsprachigen Simenon-Ausgaben ist nun auch schon fast fünfzehn Jahre alt. In der Zeit hat sich einiges getan und so hatte ich vor ein paar Wochen schon mal geäußert, dass ich darüber nachdenke, die Bibliographie in aktualisierter Form aufzulegen. Es ist nicht nur bei dem Gedankenspiel geblieben, sondern es wurden schon Nägel mit Köpfen gemacht. Die Daten sind gesammelt und werden aufbereitet.
Die Engländer haben eine unbestreitbare Tradition, was Maigret-Verfilmungen angeht (Rupert Davies und Michael Gabon). In die Tradition trat 2016 jemand, den man in der Rolle nie erwartet hätte: Rowan Atkinson.
Offenbar hat Rowan Atkinson Geschmack an den Maigrets gefunden. Nachdem im letzten Jahr die ersten beiden Maigret-Filme mit ihm an bzw. um Weihnachten herum gesendet worden sind, folgen nun an diesen Weihnachtstagen die nächsten zwei. Ausgestrahlt werden sie in Deutschland am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag von der ARD. Es handelt sich dabei um »Maigrets Nacht an der Kreuzung« und »Die Tänzerin und die Gräfin«.
Es braucht immer einen konkreten Termin, damit so etwas klappt. Dieser hier liegt noch weit in der Zukunft. Aber das macht es vielleicht einfacher, sich den Tag im Kalender schon anzukreuzen und freizuhalten: 26. Mai 2018 in Bremen. Es sind alle Simenon- und Maigret-Freunde herzlich eingeladen, sich an diesem Tag zu uns zu gesellen, um mit Gleichgesinnten sich angeregt auszutauschen.
Nachdem PIDAX nun schon Filme ausgegraben hat, die ich so überhaupt gar nicht auf dem Radar hatte – Gino Cervi in »Maigret und der Würger von Montmartre« – kam es mir in den Sinn, dort mal anzuklopfen und nachzufragen, wie es denn um die Verfilmungen mit Jean Richard ausschaut. Die prompte Antwort lautete: »Das ist noch unsicher. Aber eventuell möglich.«
Weihnachten steht vor der Tür und auch 2017 fragen sich viele: Was schenke ich nur? In einigen Beziehungen handhabt man es pragmatisch und man schenkt sich gar nichts. Anderswo wird auf Geschenke bestanden, ansonsten ist es nicht Weihnachten. Kommen Kinder ins Spiel, lässt sich der Geschenkeaustausch nicht vermeiden. Die hier gelisteten Vorschläge sind aber, was man sich wohl denken kann, nicht für Kinder geeignet, denn den meisten Kindern dürfte Maigret ziemlich egal sein.
Was die Schauspieler angeht, so hat doch ein Jeder seine Vorlieben. Da geht es den Maigret-Liebhabern nicht anders als den Fans von Sherlock Holmes. Ich bin mir ziemlich sicher, dass dort genauso kontrovers diskutiert wird, wer denn nun der »Beste« ist. Eine Methode herauszufinden, wer objektiv der »Beste« wäre, hätte die von mir gewählte Methode sein können, die sich an den Bewertungszahlen bei einem Film-Portal orientiert.