Die Bar war die Endstation. Der Typ, mit dem Betty dort angekommen war, auch. Er erzählte ihr etwas über Würmer unter ihrer Haut. Sie hörte nur mit einem Ohr zu, beobachtet die Leute in der Bar, die alle eigenwillig zu sein schienen. Sie passte dort gut hin und das wusste sie.
Die Frau steht vor dem totalen Absturz und es ist jemand aus dem Raum - nein, nicht der mit den Würmer - der sie aufrichtet und dafür sorgt, dass sie sich mit ihrem Leben auseinandersetzt. Die Konsequenzen kann sich an diesem Abend aber keiner der Anwesenden in der Bar ausmalen.
Claude Chabrol äußerte sich anlässlich der Veröffentlichung von »Betty« über sein Verhältnis zu Georges Simenon und seine Sicht auf die Frauen-Geschichte des Schriftstellers.
Es gibt mal wieder was zu gucken. Allerdings, das ist wohl für manchen ein Wermuts-Tropfen, muss man dafür etwas tiefer in die Tasche greifen. Concorde, die uns schon mit den Maigret-DVDs beglückt hatten, bringt jetzt »Betty« auf DVD.
Ins Gedächtnis dürfte »Betty« einem Teil der Leserschaft gelangt sein, als Marie Trintignant im August diesen Jahres in Riga an den Folgen einer Verletzung starb, die ihr von ihrem Freund zugefügt worden ware. Die Verfilmung von Claude Chabrol ist am 13. Dezember um 2 Uhr 05 im ZDF zu sehen.