Claude Chabrol äußerte sich anlässlich der Veröffentlichung von »Betty« über sein Verhältnis zu Georges Simenon und seine Sicht auf die Frauen-Geschichte des Schriftstellers.
Es gibt mal wieder was zu gucken. Allerdings, das ist wohl für manchen ein Wermuts-Tropfen, muss man dafür etwas tiefer in die Tasche greifen. Concorde, die uns schon mit den Maigret-DVDs beglückt hatten, bringt jetzt »Betty« auf DVD.
Zur Zeit haben wir eine Saure-Gurken-Zeit, zumindest was Simenon angeht. Da ist man schon dankbar, wenn man ein Zitat aufschnappt. Dankenswerterweise hat sich ein Regisseur geäußert, der schon häufiger Simenon verarbeitet hat: Claude Chabrol.
Eva Maek-Gérard schrieb zu diesem Interview, welches sie übersetzte und welches dann in der Zeitschrift »Filmkritik« erschien (Februar 1983), dass es zu erwarten war, dass sich Georges Simenon und Claude Chabrol gut verstehen würden.
Ins Gedächtnis dürfte »Betty« einem Teil der Leserschaft gelangt sein, als Marie Trintignant im August diesen Jahres in Riga an den Folgen einer Verletzung starb, die ihr von ihrem Freund zugefügt worden ware. Die Verfilmung von Claude Chabrol ist am 13. Dezember um 2 Uhr 05 im ZDF zu sehen.
arte hätte locker an diesem Tag zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen können. In dem es den Film »Le Fruit défendu« (»Verbotene Frucht«) mit Fernandel gezeigt hätte, ein Film, der wie so viele nach einer Vorlage von Simenon entstand. Fernandel würde an diesem 8. Mai seinen 100. Geburtstag feiern. Es hätte gut zu dem Georges-Simenon-Themenabend, der diesen Abend auf diesem Fernsehsender ausgestrahlt wird, gepasst.