Die im September angesiedelten Werke von Georges Simenon nutzen die besondere Stimmung des Spätsommers, um fesselnde Geschichten zu erzählen, die von Veränderung und Neuanfang geprägt sind. In einer Zeit, in der die warme Leichtigkeit der Sommermonate langsam den ersten herbstlichen Nuancen weicht, entfalten sich Handlungen voller Spannung und seelischer Tiefe. Simenon versteht es meisterhaft, die Atmosphäre dieser Übergangszeit zu nutzen, um die inneren Kämpfe und Entwicklungen seiner Charaktere zu beleuchten.
G7 ist zurück und arbeitet nun als Privatdetektiv. Nach einer Werbe-Kampagne hat er seinen ersten Kunden gefunden, der einen mysteriösen Fall untersuchen lassen will. Der Reeder hatte ein Schiff stilllegen lassen. Das nicht mehr seetüchtige Schiff wurde eines Nachts aus dem Hafen »entführt« und später auf dem Kanal wiedergefunden. Ohne Besatzung, dafür mit Leiche.
WeiterlesenÉtienne Lomel schwebte lange Zeit auf Wolke sieben. Es gelang ihm, die Frau seiner Träume zu erobern. Simenon versetzt uns in die Zeit, die fünfzehn Jahre nach der Eroberung Louises durch Étienne spielt (obwohl die Frage erlaubt ist, wer wen erobert hat) und in der der Ehemann das Gefühlt hat, er wird schleichend vergiftet. Dass es Louise ist, daran hat Étienne keine Zweifel, er fragt sich aber, was für ein Motiv seine Frau hat.
WeiterlesenMit der Arztpraxis bekam Alavoine die Tochter des alten Arztes dazu. Seine Mutter, mit der er bisher zusammengelebt hatte, war hocherfreut. Es war eigentlich mehr so, dass seine Mutter eine Tochter bekommen hätte, als er eine Frau. Trotzdem wird es eine traute Familie. Bis der Arzt eines Tages seinen Zug verpasst und eine Frau kennenlernt, die sein Leben komplett umkrempeln sollte – der Titel des Buches verheißt aber schon nichts Gutes...
WeiterlesenMaigret bekommt in Paris Besuch von einer alten Dame. Sie erklärt ihm, dass ihr Dienstmädchen vergiftet worden wäre, aber der Anschlag wohl ihr gegolten hätte. Der Kommissar ist von der alten Dame schon so begeistert, so dass es der Aufforderung seines Chefs – der Druck vom Innenminister bekommen hat – gar nicht bedarf. Der reizende Anschein, der der Geschichte anhaftet, verliert sich schnell im Nebel der Normandie.
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